Checkliste

Selfhosting-Readiness: Seid ihr bereit?

Selfhosting scheitert selten an der Software — meistens am ungeklärten Betrieb. Diese Liste klärt die Fragen, die vor der Migration beantwortet sein müssen.

1. Bedarf: Was soll laufen — und für wen?

  • Die Anwendungen sind benannt (z. B. Nextcloud, Vaultwarden, Authentik) — nicht nur „weg von Microsoft“
  • Nutzerzahl und Teams sind klar: Wer arbeitet täglich damit?
  • Die Daten sind inventarisiert: Was muss migriert werden, was kann weg?
  • Export aus den Alt-Systemen ist geprüft — ihr kommt an eure Daten heran

2. Betrieb: Wer kümmert sich — wirklich?

  • Betriebsmodell ist entschieden: selbst betreiben, managed (Dienstleister) oder fertiges SaaS-Paket
  • Für Updates und Security-Patches gibt es einen Plan mit Zuständigkeit
  • Backups inklusive Restore-Tests sind eingeplant — von Anfang an, nicht „später“
  • Monitoring ist vorgesehen: Jemand merkt es, bevor es die Nutzer merken
  • Urlaubs- und Ausfallvertretung ist geklärt (die Ein-Personen-Falle)

3. Absicherung: DSGVO und Exit

  • Hosting-Standort ist gewählt: eigene Hardware oder EU-Rechenzentrum
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Hoster/Dienstleister liegt vor
  • Zugriffs- und Rechtekonzept ist definiert (wer darf was, SSO geplant?)
  • Exit-Strategie steht: offene Formate, Export jederzeit — auch vom neuen Setup
  • Ein realistischer Budgetrahmen für Betrieb (nicht nur Einrichtung) ist akzeptiert

Wenn bei Block 2 mehrfach „eigentlich niemand“ herauskommt: Genau dafür gibt es managed Betrieb — ihr behaltet die Datenhoheit, ohne den Admin-Alltag.

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